Foresight Check · 12 Fragen · rund 8 Minuten
Vorausschau ist messbar.
Der Foresight Check bestimmt, wie weit Ihre Organisation nach vorn sieht — und ob sie aus dem, was sie sieht, Entscheidungen macht. Zwölf Fragen, sechs Dimensionen, ein benannter Befund.
Keine Anmeldung, keine E-Mail-Adresse, kein Firmenname. Das Ergebnis erscheint sofort im Browser.
Was gemessen wird
Eine Kette, kein Punktwert
Vorausschau ist eine Abfolge: wahrnehmen, deuten, entscheiden, handeln — getragen von einer Praxis, die dafür Zeit und Zuständigkeit vorsieht. Jedes Glied kann für sich stark sein. Die Kette ist trotzdem nur so belastbar wie ihre schwächste Stelle.
Aktive Foresight-Arbeit
Hat die Zukunft einen festen Ort im Kalender — und jemanden, der zuständig ist?
Wahrnehmen
Woher kommen die Signale, und wie weit reicht der Horizont, über den ernsthaft gesprochen wird?
Deuten
Was passiert mit dem, was nicht ins Bild passt? Und mit welchen Zukunftsbildern wird gearbeitet?
Entscheiden
Binden diese Zukunftsbilder Entscheidungen — und schlagen sie sich in Budgets nieder?
Handeln
Folgt aus einer erkannten Entwicklung eine Entscheidung, ein Experiment, eine offene Option?
Sechste Dimension: Kultur
Zwei Fragen stehen außerhalb der Kette und wirken doch auf jedes ihrer Glieder: Was passiert, wenn jemand der Leitung begründet widerspricht? Und wie geht die Organisation mit Erwartungen um, die sich als falsch erwiesen haben?
Wer für falsche Erwartungen haftbar gemacht wird, äußert künftig keine mehr. Damit trocknet die gesamte Kette von hinten aus — deshalb wird die Kultur getrennt ausgewiesen und nicht in den Kettenwert eingerechnet.
Wertung je Frage 0 bis 4 · je Dimension 0 bis 8 · Kette 0 bis 40 · Gesamt 0 bis 48. Als zukunftsfähig gilt eine Dimension ab 5 von 8.
Der Unterschied
Zwei Organisationen, gleicher Wert, verschiedene Krankheit
Ein Punktwert sagt, wie weit eine Organisation ist. Er sagt nicht, was ihr fehlt. Zwei Häuser mit identischem Ergebnis können völlig verschieden krank sein: Das eine hat schlicht noch nicht angefangen. Das andere wehrt aktiv ab.
Zehn benannte Störungen
Bestimmte Antworten setzen zusätzlich zur Punktzahl einen Marker. Er fließt nicht in die Wertung ein, sondern erzeugt einen zweiten, benannten Befund — und genau der ist meist der Grund, warum jemand nach Hilfe sucht.
Drei Marker-Paare tragen einen eigenen Namen, weil ihre Wirkung größer ist als die Summe der Teile: Verdrängung (es gibt kein Zukunftsbild, und die Signale, die eines erzwingen würden, werden abgewiesen), Wissen ohne Zugang und Lernsperre.
Abwehr Frage 5
Unpassende Signale werden nicht übersehen, sondern abgewiesen. Das ist keine Wissenslücke, sondern eine Haltung.
Fortschreibungsglaube Frage 6
Die Zukunft gilt als Verlängerung der Gegenwart. Die riskanteste aller Annahmen, weil sie nie ausgesprochen wird.
Machtallokation Frage 8
Mittel folgen Einfluss, nicht Argumenten. Vorausschau kann hier nicht gewinnen, egal wie gut sie ist.
Ohnmacht Frage 9
Man sieht es kommen und kann nichts tun. Die teuerste Form: Das Wissen ist bereits bezahlt, wird aber nicht eingelöst.
Das Ergebnis
Vier Richtungen — und ein Zustand darunter
Die vordere Kette ergibt die Sicht, die hintere die Wirksamkeit. Aus beiden Achsen folgt ein Typ, der nicht bewertet, sondern beschreibt, wo die Organisation steht.
| Wirksamkeit niedrig | Wirksamkeit hoch | |
|---|---|---|
| Sicht hoch | Der Beobachter Sieht mehr als die meisten, tut am wenigsten damit. |
Der Wachsame Sieht früh und handelt. Der seltenste Befund. |
| Sicht niedrig | Der Überraschte Weder Sicht noch Wirksamkeit aufgebaut. Der häufigste Fall. |
Der Getriebene Handelt entschlossen auf schmaler Sicht. |
Der Planlose steht nicht im Raster, sondern darunter: Ihm fehlt nicht die richtige Vorstellung von der Zukunft, sondern überhaupt eine. Er überschreibt das Ergebnis, wenn der Kettenwert unter 14 liegt und mindestens zwei der Marker Horizontlosigkeit, Fortschreibungsglaube und Chefimpuls gesetzt sind.
Offen einsehbar
Der Datensatz
Jede abgeschlossene Erhebung fließt anonym in einen offenen Datensatz: Verteilung der Reifegrade, Durchschnittsprofil über die sechs Dimensionen, Häufigkeit jeder der zehn Störungen als Rangliste, Aufteilung nach Branche und Größenklasse.
Gespeichert werden ausschließlich Punktwerte, Marker und die beiden freiwilligen Angaben zu Branche und Größe — keine Firmennamen, keine Freitexte, keine IP-Adressen. Empirische Werte werden erst ab 100 Fällen je Zelle ausgewiesen; darunter steht die Fallzahl, aber keine Aussage.
Zwölf Fragen
Antworten Sie für Ihre Organisation, nicht für die Absicht Ihrer Organisation. Der Check ist wertlos, wenn er beschreibt, was gelten sollte — und aufschlussreich, wenn er beschreibt, was gilt.